Kauf und Transport nach Deutschland:
Meine Frau Isolde (Spitzname "Mausi") hat hier bei uns am Niederrhein ein kleines Gartenlokal, für das ja auch regelmäßig eingekauft werden muss. Da ich mit unserem Kombi ja auch im Schichtdienst unterwegs bin, klappt das aber zeitlich nicht immer so, wie wir uns das wünschen würden. Und da meine Frau nebenbei ja auch Vollzeit arbeitet, muss sie morgens (auch bei strömendem Regen) knapp 1,5 km zur Arbeit - das macht mit dem Fahrrad nicht wirklich Spaß. Ein zweites Auto ist dafür aber absoluter Quatsch, das lohnt sich nicht und ist viel zu teuer.
Schon 2006 kam sie dann während des Urlaubs in den Dolomiten auf die Idee, ein Piaggio-Dreirad zu kaufen (die Dinger fahren da unten ja wie Sand am Meer) - einmal zum Einkaufen für die Stadt, für ihren Weg zur Arbeit, und natürlich auch als Werbeträger für ihr Gartenlokal. Schon bald schleppte sie Prospekte und Fotos an - also habe ich mich als braver Ehemann mal im Netz umgesehen und mal ein wenig gelesen, gesucht und überall ein wenig gestöbert.
Ergebnis:
So eine Piaggio Ape kostet neu 4500 Euro, wird hier in Deutschland gebraucht aber schweineteuer gehandelt - für eine ca. 10 Jahre alte Ape in gutem Zustand zahlt man hier immer noch 2800-3000 Euro - das war mir einfach zu teuer.
Bei unserem letzten Urlaub 2007 in den Dolomiten haben wir dann auch mal Händler abgeklappert, und in Bruneck haben wir auch tatsächlich eine gefunden.
Eine 10 Jahre alte TL6T, so gut wie kein Rost, guter Zustand, technisch absolut in Ordnung, 1500 Euro. Alternativ hätten wir auch noch neuere (und teurere) Modelle haben können - aber mir gefiel die Einaugen-Ape einfach besser. Also gekauft, auf den Motorradanhänger gezurrt und mitgenommen. Während mein Motorrad die Heimreise auf einem freien Platz des Motorradanhänger eines Freudes antrat, musste meine Frau die 930 km aus den Dolomiten über den Brenner, Inntal, Fernpass und 700 km deutsche Autobahnen bis zu uns nach Hause mit ihren Motorrad hinter mir hertuckern - unser Motorradanhänger war ja von der Ape besetzt.... - aber sie wollte sie ja haben.....
Zu Hause haben wir sie dann erst mal mit der italienischen Betriebserlaubnis versichert und eine paar Probefahren gemacht.
Thema TÜV und deutsche Betriebserlaubnis:
Die Erlangung einer deutschen Betriebserlaubnis hat mich dann aber reichlich Zeit, Geld und Nerven gekostet.
Lust auf eine kleine Behörden-Odyssee ??? Dann kommt mal mit:
Morgens bin ich (noch hoffnungsvoll) mit der Ape knapp 20 km über Land zu nächsten TÜV-Prüfstelle gefahren. Als ich dann endlich an der Reihe war, zeigten mir ein paar zusammengekniffene Augenbrauen nach dem Blick auf die italienische Betriebserlaubnis der Ape, dass mein Vorhaben wohl nicht auf sehr viel Gegenliebe gestoßen war. Nach nochmals 1 Stunde Wartezeit hat einer der Dipl.-Ing.-`s dann die Ape gründlich auf Herz und Nieren geprüft. Rückwärts mit dem Motor über die Grube und Besichtigung von unten, ausführliche Probefahrt, Blinker, Licht, Bremslicht, Hupe, usw...
Ergebnis:
Die Ape ist nach Ansicht des TÜVlers ein dreirädriger Lkw und braucht daher eine Warnblinkanlage, ein Typenschild (in Italien war keins drin), und SICHERHEITSGURTE !!! Mein dezenter Hinweis, dass das doch eher ein dreirädriges Kleinkraftrad sei und daher gar keine Gurte benötigt, wurde irgendwie geflissentlich überhört. Der Prüfer war felsenfest der Ansicht, dass da laut EG-Richtlinie bla bla bla Gurte vorgeschrieben sind. Punkt.
Er hat aber auch gesehen, dass eine Anbringung von (Dreipunkt-)Gurten in der Ape technisch gar nicht möglich ist (die Befestigungspunkte der Gurte müssen nämlich auch EG-geprüft sein ). Also hat er sich an seinen Rechner verzogen und angefangen, in allen möglichen Datenbanken nach einer Ausnahmeregelung zu suchen, wonach mein "Lkw" nun doch keine Gurte braucht.
Nach mehreren Telefonaten und vielen dicken Gesetzestexten ist er dann zu dem Schluss gekommen, dass der Lkw nun doch keine Gurte benötigt, weil man die da gar nicht anbringen kann. Dafür habe ich dann nochmals 2 Stunden gewartet.
Schlußendlich bekam ich dann einen Prüfzettel - durchgefallen, weil Warnblinkanlage und Typenschild fehlen. Trotzdem durfte ich dann 128 Euronen für die "Vollabnahme eines Lkw" bezahlen - mir ist fast der Kitt aus der Brille gefallen Zum Typenschild sagte er mir, dass man die blanko kaufen könne und ich das dann mit Kuli oder Eddingstift ausfüllen und dann fest am Fahrzeug anbringen muss.
Anschließend bin ich sofort zum nächsten Motorrad-Zubehör-Laden durchgestartet, habe für 39 Euro eine Warnbinkanlage zum Nachrüsten gekauft und das Ding dann in 20 Minuten eingebaut - klappte problemlos. Danach habe ich krampfhaft versucht, irgendwo ein Blanko-Typenschild mit den notwendigen Spalten (Hersteller, Typ, Fahrgestell-Nummer, Gesamtgewicht, Achslast vorne und Achslast hinten) zu bekommen - leider absolut vergeblich. Alleine an dem Tag habe ich noch 5 Läden abgeklappert.
Am nächsten Tag habe ich mich dann ans Telefon gehängt und alles mögliche angerufen, was mit Fahrzeug- und Karrosseriebau zu tun hat - auch Fehlanzeige. Auch ADAC, Straßenverkehrsamt und diverse andere Stellen konnten mir nicht weiterhelfen, bis ich auf die glorreiche Idee kam, doch einfach mal beim Schildermacher anzurufen - aber klar haben die solche Blanko-Typenschilder, kein Problem. Ich also ins Auto und 15 km bis in die nächste Stadt gefahren, für 2,25 Euro ein Typenschild gekauft und wieder zurück nach Hause. Hier dann Typenschild ausgefüllt, und in der Ape unten an den Sitzrahmen genietet.
Dann in die Ape, und wieder 20 km bis zum TÜV, die "Beseitigung der festgestellten Mängel" vorzeigen. Das war auch nach 15 Minuten erledigt, und ich bekam (nachdem ich nochmals 3,50 Euro "Nachprüfungsgebühr" zahlen durfte), eine Bescheinigung über die bestandene Vollabnahme meines "Lkw".
Mit dieser Bescheinigung bin ich dann zum Straßenverkehrsamt gefahren (ist vom TÜV nur 300 m entfernt), und habe mich dort auch wieder in die Warteschlangen eingereiht. Als ich dann endlich dran war und mein Anliegen für eine deutsche BE für die Ape vorbrachte, war dann wohl alles zu spät.
Teilweise gleich 4 Damen gleichzeitig wälzten irgendwelche Uralt-Nachkriegs-Vorschiften, diskutierten ausführlich Vorschriften und Bestimmungen und kamen schließlich zu dem Schluß, dass meine Ape ganz normal mit großem Kennzeichen als Lkw zugelassen werden müsste - schließlich hatte der TÜV ja auch als Fahrzeug-Typ "Lkw dreirädrig" in die Prüfbescheinigung eingetragen.
Ihnen täte das ja auch leid, aber das wäre nun mal so. Wenn der TÜV aber "dreirädriges Kleinkraftrad" eingetragen hätte, wäre das ja nur ein Mopped und damit natürlich zulassungsfrei - DANN könnte ich das auch nur mit einem Versicherungskennzeichen fahren.
Allmählich schwoll meine Krawatte, ich habe mir also meine Papiere geschnappt und bin wieder zurück zum TÜV. Hier konnte ich dann (natürlich wieder nach etwas Wartezeit) dem TÜVler vom Vortag das Problem schildern und auch nochmals klarlegen, dass auch das Straßenverkehrsamt der Meinung sei, dass die Ape kein Lkw, sondern nur ein "dreirädriges Kleinkraftrad" sei.
Plötzlich durchfuhr ein Leuchten das Gesicht des TÜVlers - "dann brauchen Sie ja auch auch keine Gurte " - nochmals langes ausführliches Wälzen von Gesetzestexten, Ausnahmevorschriften und TÜV-Bestimmungen. Dann schließlich: "Ja, das geht auch."
Er druckte mir dann einen geänderten Prüfbericht aus - jetzt war meine Ape ein "dreirädriges Kleinkraftrad" (jetzt sogar mal ohne Gebühren....) Mit dem Bericht wieder zurück zum Straßenverkehrsamt, wieder warten, und schließlich zwei Stempel, zwei Ausnahmegenehmigungen ("Betrieb einer nicht typgeprüften Heizungsanlage" und "Fahrgestellnummer auf der linken statt auf der rechten Fahrzeugseite") - nochmals 50,50 Euro Gebühren (drucke ich mein Geld eigentlich im Keller selber, oder was ?? ) - und dann endlich durfte ich schließlich mit einer deutschen Betriebserlaubnis für die Ape wieder nach Hause fahren.....
Ich bin ja selbst Beamter und kann einiges von Verwaltungsrecht erzählen - aber das war einfach nur Kindergartenkacke .........
Aufarbeitung und Umbau:
Anschließend haben wir das frisch importierte Bienchen erst mal gründlichst gesäubert (war schon beachtlich, was da an italienischem Dreck alles unter dem Hochdruckreiniger zum Vorschein kam). Eine ausführliche Behandlung mit Politur für alte Lacke brachte sie danach dann richtig zum Strahlen
Nachdem dann auch die bestellte Lieferung an Ersatzteilen eingetroffen war, konnten wir weitermachen. Die bestellten Breitfelgen wurden alle orange lackiert, und neue Reifen aufgezogen (hinten zwei 130er, vorne bleibt der originale 100er). Ein Ersatzrad habe ich dann später noch am Ladeschutzgitter montiert (die Ersatzteilpreise sind geil - eine neue Felge 29 Euro, alle 3 Reifen 120 Euro )
Nach Demontage des Ladeschutzgitters wurde die Ladefläche gründlichst geschmirgelt und von Rost befreit. Zwei Schichten Hammerit-Lack schützen das Metall nun (von oben) gegen neuen Rostfraß.
Für die Ladefläche habe ich mir eine Alu-Riffelblech-Platte auf Maß schneiden lassen, die seitlichen Ausschnitte für die Streben der Bordwände und die Ecken hinten an der Ladeklappe habe ich dann noch selber mit der Flex ausgeklinkt. Nachdem ich dann auf den erhabenen Streben der Ladefläche fast 2 Tuben Silikon verteilt hatte, wurde die Alu-Platte einfach aufgelegt und festgedrückt – „mit Silikon, da hält das schon“.... Selbstverständlich habe ich dann auch die seitlichen Anschlüsse zu den Bordwänden und die hintere Ladekante mit Silikon verschlossen (nein, die Regen-Ablauflöcher habe ich natürlich offen gelassen, ich will ja keinen Fischteich auf der Ape).
Irgendwann stellte ich dann fest, dass die bestellte Radio-Konsole überhaupt nicht in unsere Ape passte - der Handstarter-Hebel war im Weg und wurde kurzerhand entfernt (ich hab ja noch den E-Starter)). Ein MP3-Radio mit 50 Watt (über Relais über die Zündung geschaltet) liefert jetzt über 4 Lautsprecher genügend Musik für die kleine Kabine. Für das Radio wurde auch noch eine Antenne auf dem Dach montiert.
Um nachts mal ein wenig mehr Licht zu haben (o.k., o.k., natürlich auch für die Optik ) habe ich auf dem Ladeschutzgitter noch 2 Zusatz-Fernscheinwerfer angebracht (auch die werden natürlich über ein Relais direkt von der Batterie mit Strom versorgt). Neben dem Schalter für die Fernscheinwerfer wurde auch gleich noch ein Taster für die Lichthupe eingebaut.
Mausi hat beide Tür-Verkleidungen, den Sitz und die Rückenlehne neu bezogen (natürlich farblich passend mit orangen Kunstleder).
Auch die Fußbodenbleche der Kabine wurden von Rostansätzen befreit und mit Hammerit gestrichen.
Das bestellte Cockpit wurde montiert, jetzt haben wir auch einen Zigarettenanzünder und einen Aschenbecher
Nachdem dann auch die bestellte Werbebeschriftung für Mausis Gartenlokal fertig und auf die Ape aufgeklebt war, ist das Teil ein richtiger Hingucker geworden – und genau das hatten wir ja auch beabsichtigt.
Vom ersten Tag an leistete die Ape täglich gute Dienste – Mausi hat tatsächlich bei einer einzigen Fahrt insgesamt 21 Kästen Bier, Wasser und Cola mit der Ape transportiert – auf dem folgenden Bild ist die Biene „nur halb beladen“ :-))
Schließlich habe ich dann noch den Cross-Bügel montiert (Stoßstange muss sein)
Auch ich habe mich inzwischen mit der Ape angefreundet und schon etliche Kilometer runtergerissen – macht wirklich einen Höllenspaß, die Kiste - auf zwei Rädern um die Kurve bügeln zwingt jeden Fußgänger zum Gucken... - inzwischen fahre ich mehr mit der Ape als Mausi :-)))
Auf jeden Fall ist das eine absolut tolle Kiste - 120 Euro Versicherung im Jahr, 45 km/h mit Mopped-Kennzeichen, 3,5 - 4 l Gemisch auf 100 km, 230 kg Zuladung, der absolute Hingucker, mit dem ich jedem 100.000-Euro-BMW die Show stehle - und macht einen Höllenspaß - billiger kann man nicht Autofahren - und Mausi hat was womit sie einkaufen kann und trocken zur Arbeit kommt.
Kleiner Nachtrag zur TÜV-Geschichte
Zuerst ein kleiner Nachtrag zu meiner TÜV-Odyssee.... - ich kann es kaum glauben.....
Nachdem ich mich nach der Vollabnahme zu Erlangung einer deutschen Betriebserlaubnis doch ziemlich über die hohen TÜV-Gebühren für die technische Abnahme als "Lkw" (128,21 Euro) und die Kosten für eine (für dreirädrige Kleinkrafträder nicht vorgeschriebene und daher unnötige) Warnblinkanlage (39,00 Euro) geärgert hatte, habe ich mich schriftlich an die TÜV-Regionalverwaltung gewendet, den Fall dort geschildert und um Erstattung der zu viel gezahlten Gebühren gebeten.
Am 03.07.2007 kam schriftlich Antwort vom TÜV:
Mir bei der Abnahme berechnete Gebühren:
82,11 Euro Prüfgebühr
23,05 Euro Aufwand für Mehraufwand Datenermittlung
23,05 Euro Ermittlung der Höchstgeschwindigkeit
Gesamtpreis 128,21 Euro
Richtig wäre laut TÜV-Regionalverwaltung gewesen:
54,74 Euro Prüfgebühr
23,05 Euro Aufwand für Mehraufwand Datenermittlung
23,05 Euro Ermittlung der Höchstgeschwindigkeit
Gesamtpreis 100,84 Euro
Damit habe ich also 27,37 Euro zuviel bezahlt.
Der TÜV erstattet mir jetzt
27,37 Euro Unterschied Prüfgebühr
39,00 Euro für die nicht erforderliche Warnblinkanlage
3,50 Euro Nachprüfungsgebühr
Gesamt 69,87 Euro
auf mein Konto......
Freu - es geschehen noch Zeichen und Wunder
Ich möchte mich daher hier bei der TÜV-Regionalverwaltung recht herzlich bedanken !!
Der bisherige Teil war der Verlauf der Geschichte nach unserem Ape-Imort 2007 - ab hier geht es jetzt weiter bis zum aktuellen Zustand.
Thema Licht:
Ein großes Problem hatten wir von Anfang an - das Licht des Originalscheinwerfers war mehr als mies. Ich habe dann mal ein wenig im Autozubehörhandel gestöbert, und im Hella-Katalog einen Einbauscheinwerfer mit den entsprechenden Maßen gefunden, mit normaler Halogenbirne mit 55/60 Watt Abblendlicht/Fernlicht. Die Bestellnummer bei Hella ist 1AB006277127 - mich hat er 48,- Euro gekostet (incl. H4-Birne).
Den hab ich mir dann bestellt und eingebaut. Das war zwar ein wenig Fummelei, hat aber ganz gut funktioniert. Die Maße passen, aber es ist ein wenig Bastelei an der Aufhängung nötig, bis er passt und hält. Der Originalscheinwerfer hat oben zwei Haltelaschen zum festschrauben und unten eine - beim Hella-Scheinwerfer ist es umgekehrt, der hat oben eine in der Mitte, und unten zwei...
Natürlich hab ich auch die Stromversorgung geändert - die Lampe erhält jetzt ihren Strom über extra verlegte und abgesicherte 2,5mm²-Kabel über ein Relais direkt von der Batterie. Die originalen Kabel habe ich zum Anschalten des Relais verwendet. Die Lichtausbeute ist ein Unterschied zum Original wie Tag und Nacht - ich bin immer noch hell begeistert.
Da die Lichtmaschine aber natürlich mit ihren 80 Watt mit dem Nachladen der Batterie nicht immer ganz hinterher kommt, ist ab und zu (nicht wirklich oft) eine Nacht am Ladegerät erforderlich... - ich denke, ein guter Kompromiss...
Highpipes:
Vor einiger Zeit war ich zum Motorradschrauben bei einem Bekannten in der Garage. In einem Regal lagen da ziemlich zugestaubt zwei selbstgeschweißte Alu-Auspuffrohre mit Hitzeschutzblechen rum, die er vor einigen Jahren mal als Sidepipes für sein Auto geschweißt hatte; doch bevor er die dann montieren konnte, hatte er das Auto schon nicht mehr
Seitdem lagen die halt in seiner Garage und staubten vor sich hin. Als ich die gesehen hatte, kam mir aber sofort eine Idee - die Teile könnte man ja eigentlich bei der Ape hochkant hinter der Kabine als Highpipes anbringen
Also habe ich mich mit dem Bekannten über den Preis geeinigt, die Teile mitgenommen, mal angehalten, überlegt und rumprobiert. Der Bereich mit den Hitzschutzblecken ist 1,10m lang, oben und unten guckten noch ca. 30 cm Rohr raus. Zuerst hatte ich überlegt die Rohre im Dreieck zwischen Kabine und Ladefläche zu montieren - rechts wäre das auch gegangen, aber links war der Tankstutzen im Weg - außerdem hätte ich dann Löcher zur Befestigung in die Kabinenwand bohren müssen.
Also weiter überlegt und andere Lösung gefunden:
Auf der einen Seite wurde das Rohr bündig mit der Unterkante der Hitzschutzbleche abgesägt, und sitzt jetzt bündig auf der Ladefläche auf. Auf der anderen Seite wurde das Rohr leicht abgewinkelt und auch etwas gekürzt. Anschließend habe ich die Pipes dann an den senkrechten Rohren des Kabinenschutzgitters befestigt (Loch in Rohr, Hülse mit Gewinde eingepresst, Schrauben dran und fertig )
Die Auspuffrohre haben natürlich keine Funktion (wenn ich die Abgase da rein leiten würde wäre das sicher eher ein Schallverstärker als ein Schalldämfer ), sie sind nur reine "Show", und müssen daher auch keinen TÜV-Segen haben. Und weil ich mit den Rohroberkanten innerhalb der Fahrzeugmaße geblieben bin, muss ich auch die in der Betriebserlaubnis eingetragenen Maße nicht ändern lassen
Jetzt sieht es so aus, als ob hinter dem Kabinenschutzgitter zwei mächtige Lkw-Highpipes aus der Ladefläche wachsen - die sind jetzt schon einige Zeit dran, und wir sind schon mehrfach auf die voluminöse Auspuffanlage angesprochen worden - ich finde, das sieht einfach nur klasse aus
Das Beste ist aber, dass die Dinger nur mit je zwei Schrauben befestigt sind - wenn wir im Sommer die Ape als Einkaufswagen fürs Geschäft benutzen und auf der Ladefläche die Getränkekästen stapeln müssen, sind die Pipes in 2 Minuten demontiert (beim vernüftigen Beladen stören die...)
Ob die farblich so bleiben, weiss ich noch nicht - wenn die Hitzeschutzbleche schwarz wären, sähe das sicher auch nicht schlecht aus....
So, das war`s bis jetzt so ziemlich....
Inzwischen habe ich noch eine dritte Bremsleuchte an der Rückseite der Kabine montiert (besser ist das....) - und an den Ecken der Ladefläche noch zusätzliche LED-Begrenzungsleuchten - man wird sonst im Dunkeln von den Autofahrern einfach viel zu leicht für einen einspurigen Roller gehalten... - die Bremsleuchte und die hinteren Begrenzungsleuchten kann man auch auf dem ersten Bild mit den Highpipes hinten an der Kabine sehen.....
Das nächste Ape-Projekt wird eine vernünftige Vorderradbremse - am besten mit hydraulisch betätigter Scheibenbremse. Für die passenden Teile eines Spender-Rollers bin ich schon auf der Suche...
Einen Spitznamen hat sich die Ape bei uns auch schon verdient:
Wegen der "komfortablen" Federung heißt die die Ape bei uns nur noch
"Der Hopser" :-)))
Ach ja: das hier ist mein erster Versuch eine eigene Homepage zu basteln - ich weiss, dass es hunderttausend besser gemachte Seiten gibt - seid bitte gnädig mit mir .....
Bedanken möchte ich mich bei allen, die im Ape-Forum immer nett und sehr informativ auf meine dummen Anfänger-Fragen geantwortet haben - ohne das Ape-Forum wäre ich beim Basteln und schrauben heute noch lange nicht so weit, wie ich heute bin...
Zu sprechen bin ich immer - schickt mir hier im Forum eine PN oder eine eMail....

Dreirädrige Grüße
Theo